Warum pilgern?

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Außerdem kann man mit dem Rucksack im Gebüsch hängen bleiben, was sich in menschenleeren Gegenden wie der Eifel zu einem massiven Problem auswachsen kann. Nicht zu vergessen schließlich der Schrecken, den man in unbeteiligten Mitgeschöpfen hervorruft: Einmal kam mir zum Beispiel eine Reiterin entgegen. Sie bekam ihr Tier nur mit Mühe an mir vorbei – und das war nicht das erste mal, dass Pferde auf dieser Wanderung vor mir scheuten. Ich hoffe wirklich, dass es an meinem Rucksack liegt.

Natürlich: Dem Pilger ist das Schleppen von schweren, sperrigen Lasten ein elementarer Wesenszug. Nicht nur, weil es *wirklich* erdet, ein paar Wochen mit dem auszukommen, was man auf dem Rücken mit sich herumtragen kann: Einer meiner Pilger-Vorgänger hat vor Jahrhunderten aus Buße für eine schlimme Sünde zum Beispiel einen ziemlich schweren Stein bis nach Gevelsberg geschleppt. Ob er damit ursprünglich weiter wollte, gar bis Santiago, ist nicht überliefert. Ich persönlich denke, dass er schon mit einem Steinchen vom Gewicht eines, sagen wir: halbvollen Bierkastens vor dem Bauch schon in Gevelsberg eine Menge übler Verfehlungen abgegolten haben dürfte, selbst wenn er nur aus Herdecke kam. Allerdings: Gerade deshalb gehört die Auswahl des richtigen Rucksacks zu den wichtigsten Exerzitien, denen man sich bei der Vorbereitung einer Pilgerwanderung unterziehen kann. Ich für meinen Teil habe den Besuch eines Outdoor-Ladens extra dafür zu einer kleinen Messe werden lassen! (Weiter ...)

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Die Fünfdimensionale Regenjacke 3 / 7